Auslandssemester als Freemover - Definition, Vorteile & Nachteile

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Was ist ein Freemover?

Was ist ein Freemover?

Studieren im Ausland ist beliebt wie nie zuvor. So haben laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2016 ca. 145.000 deutsche Studierende außerhalb Deutschlands studiert – Tendenz steigend. Bei dem Begriff Auslandssemester denken die Meisten vermutlich automatisch an Erasmus, dem Förderprogramm für Auslandsaufenthalte der Europäischen Union. Neben Erasmus gibt es jedoch weitere Möglichkeiten ein oder mehrere Semester im Ausland zu verbringen.

Während man über das Erasmus-Programm auf Länder der Europäischen Union beschränkt ist, hat man als Freemover die freie Wahl zwischen unzähligen Hochschulen weltweit. Diese Flexibilität ist der große Vorteil eines Freemovers. Jedoch gibt es auch einige Nachteile, über die Du Dir im Klaren sein solltest, bevor Du die Welt eroberst. Alle Informationen zum Thema Freemover erhältst Du in diesem Beitrag.

Anzahl deutscher Studierender im Ausland bis 2016 (laut Statistischem Budesamt)

Defintion Freemover

Als Freemover oder Free Mover bezeichnet man Studierende, die einen Studienaufenthalt im Ausland außerhalb bestehender Programme für Studentenmobilität (wie z. B. Erasmus) durchführen. Freemover sind also unabhängig von bestehenden Austausch- oder Partnerverträgen der eigenen Hochschule.

Was ist ein Freemover?
Als Freemover hast Du die freie Wahl zwischen Unis auf der ganzen Welt

Förderungsmöglichkeiten für Freemover

Auslands-BAföG

Freemover können keine Förderung über das beliebte Erasmus Programm der EU erhalten. Trotzdem gibt es verschiedene Möglichkeiten für eine finanzielle Unterstützung eines Studienaufenthaltes im Ausland als Freemover. So kannst Du beispielsweise Auslands-BAföG beantragen. Ein Antrag kann sich hier selbst lohnen, wenn man in Deutschland keinen Anspruch auf BAföG hat.

Alle Voraussetzungen und Informationen zum Auslands-BAföG findest Du in unserer
Auslands-BAföG FAQ

Auslands-BAföG FAQ
Auslands-BAföG ist die beliebteste Methode zur Finanzierung von Studienaufenthalten im Ausland

PROMOS Stipendium

Eine weitere Möglichkeit ist das PROMOS Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Das PROMOS Stipendium ist eine finanzielle Unterstützung für weltweite Studienaufenthalte im Ausland in Höhe von ca. 300 Euro monatlich. Die Bewerbung für dieses Stipendium erfolgt über das International Office deiner Hochschule.

Bildungskredit für Auslandssemester

Falls keine dieser Fördermöglichkeiten für dich in Frage kommt, kann vielleicht die Aufnahme eines Bildungskredits eine sinnvolle Alternative für finanzielle Entlastung sein. Dieser wird unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt und kann z. B. zur Finanzierung der anfallenden Studiengebühren im Ausland als Gesamtsumme ausgezahlt werden.

Alle Informationen rund um die Aufnahme eines Bildungskredits für dein Auslandssemester bekommst Du in unserem Ratgeber.

Tipp: Learning Agreement nicht vergessen!

Vor Antritt deines Auslandssemesters solltest Du unbedingt ein Learning Agreement erstellen, falls Du im Ausland erbrachte Leistungen für dein Studium in Deutschland anrechnen lassen willst. Das Learning Agreement beinhaltet alle Kurse, die Du an der Hochschule im Ausland belegen und für dein eigentliches Studium anrechnen lassen möchtest. Das Dokument sollte vom verantwortlichen Studiengangsleiter oder internationalen Koordinator deines Fachbereichs unterschrieben werden. Dadurch stellst Du die Anerkennung der im Ausland belegten Kurse an deiner Heimathochschule sicher.

Learning Agreement Auslandssemester
Das Learning Agreement sollte vor jedem Auslandssemester erstellt werden, egal ob als Freemover oder mit Erasmus & Co.

Auslandssemester als Freemover oder über Partner Uni?

Bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom – oder in diesem Fall eben ins Auslandssemester. Nachfolgend möchten wir Dir die beiden gängigsten Varianten für die Organisation eines Auslandssemesters vorstellen und deren Vor- bzw. Nachteile abwägen.

1. Das Austauschprogramm deiner Hochschule

Dies ist wohl die beliebteste Variante für Studenten ein Auslandssemester zu organisieren. Hierbei bewirbt man sich meist über das Austauschprogramm der eigenen Hochschule (z. B. Erasmus+) an den entsprechenden Partnerhochschulen.

Vorteile

Auslandssemester Neuseeland
Als Freemover hast Du die freie Wahl zwischen Universitäten auf der ganzen Welt.

Nachteile

2. Als Freemover im Ausland studieren

Der größte Vorteil eines Freemovers besteht in der Unabhängigkeit von bestehenden Austausch- und Kooperationsverträgen der eigenen Hochschule sowie den zahlreichen Wahlmöglichkeiten von Hochschulen weltweit. Leider gibt es auch einige Nachteile, die bei der einem Auslandssemester als Freemover beachtet werden müssen. Hierzu zählen vor allem Studiengebühren an der Wunschuni und der hohe zeitliche und organisatorische Aufwand für die Vorbereitung des Auslandsaufenthaltes. Die wichtigsten Vorteile und Nachteile eines Auslandssemesters als Freemover haben wir hier für dich zusammengefasst.

Vorteile

Nachteile

Fazit

Falls Du keine passende Partneruniversität an deiner Heimathochschule findest, alle Plätze bereits belegt sind oder Du die Bewerbungsfristen verpasst hast, kann es durchaus sinnvoll sein als Freemover ins Auslandssemester zu gehen.

Oftmals hält der finanzielle Aspekt Studenten von einem Auslandssemester als Freemover ab. Im Gegensatz zu Deutschland werden an vielen Universitäten im Ausland erhebliche Studiengebühren fällig. Diese können sich schnell auf mehrere tausend Euro pro Semester belaufen. Hinzu kommen dann natürlich noch die Reise- und Lebenshaltungskosten des jeweiligen Wunschlandes.

Zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Finanzierung von Studienaufenthalten im Ausland, wie z. B. Auslands-BAföG, Stipendien oder Bildungskredite. Alle Informationen darüber erhältst Du in den entsprechenden Artikeln zur Finanzierung von Auslandssemestern in unserem Ratgeber.

Falls Dir der Aufwand für die Organisation eines Auslandssemesters auf eigene Faust zu hoch ist, gibt es die Möglichkeit den Service so genannter Study Abroad Organisationen zu nutzen. Diese agieren meist als Vermittler zwischen Studierenden und der entsprechenden Wunschhochschule im Ausland. Dadurch wird die Informationssuche und der Bewerbungsprozess oftmals deutlich vereinfacht und der gesamte Planungsaufwand reduziert.

[ratemypost]

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